Bleib locker

BEWEGLICHKEIT

Bewegung und Spiel sind fundamental für die Gesundheit. Sie stärken das Herz-Kreislauf-System, den Muskelaufbau und beugen auch chronischen Krankheiten vor. Die Effekte auf mentaler Ebene sind ebenso bedeutsam, sie reduzieren Stress und wirken Depressionen entgegen. Spiel fördert Beziehungsfreude und kognitive Fähigkeiten, welche die Gehirnchemie und -struktur direkt positiv beeinflussen.

in Kürze - worum geht's

Inhalt:

Wissenschaft zu "bleib locker"

Häufige Fragen zu Bleib locker

Dialog: Wie Karl das Boule-Spiel entdeckte

Wirkung und Effekt

Ganz so einfach ist es nicht, die Wirkung oder den Effekt des Spielens zu erklären, weil im allgemeinen Verständnis – und speziell bei Erwachsenen – Spiel keinen besonderen Stellenwert hat. Mit rationalem Verstand wird es meist als banal oder unwichtig erachtet, als etwas, was nur Kinder, nachdem sie brav ihre Aufgaben gemacht haben, nachgehen dürfen. Doch Spiel kann und ist viel mehr als nur vorteilhaft und gewinnbringend auch für Erwachsene und ganz besonders für das Gehirn.

Forschungen zeigen, dass spielen ein tief verwurzeltes menschliches Bedürfnis ist, weil wir dabei gewisse Fertigkeiten auf sehr rasche und einfache Weise lernen, was durch körperliche und hormonelle Reaktionen unterstützt und gefördert wird. Grundlage für diese Erkenntnisse liefern die Neurowissenschaften, allen voran die von Jaak Panksepp, der mit seinen Studien darlegte, was beim Spiel in den beim Menschen angelegten genetischen Motivationssystem und im Gehirn passiert.

Jung im Kopf

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum Kinder so unbeschwert sind, wenn sie spielen? Um die tiefgreifende Wirkung des Spielens zu verstehen, lohnt sich ein Blick auf die Arbeit des estnisch-amerikanischen Neurowissenschaftlers Jaak Panksepp. Er war einer der Pionier in der Erforschung unserer Emotionen und hat herausgefunden, dass im Gehirn aller Säugetiere – also auch beim Menschen – sieben emotionale Systeme fest verankert sind. Diese Systeme und „Schaltkreise“ sind angeboren und steuern grundlegend unser Verhalten

  1. Suche: Dieses System treibt Neugier, Erkundung und zielgerichtetes Verhalten an. Es ist der Motor für Motivation und Begeisterung, kann bei Überaktivität auch zu Suchtverhalten führen.

  2. Wut: Löst Aggression und Ärger aus, typischerweise als Reaktion zum Schutz und Abgrenzung, auf Frustration oder wenn ein Ziel blockiert wird.

  3. Angst: Abwehrreaktionen wie Erstarren oder Flucht, wenn eine Bedrohung wahrgenommen wird.

  4. Lust: Steuert das Verlangen auf Beziehung, Nähe, Intimität und das Fortpflanzungsverhalten.

  5. Fürsorge: Empathie und Mitgefühl, fördert Bindung, elterliches und fürsorgliches Verhalten.

  6. Trauer/Panik: Erzeugt Gefühle von Trennungsangst, Einsamkeit und Trauer bei sozialem Verlust.

  7. Spiel: Unterstützt spielerisches Verhalten, insbesondere das "Raufen und Balgen", was für das Erlernen sozialer Fähigkeiten, Fairness und Kooperation wichtig ist.

Diese Systeme werden als primäre Emotionen betrachtet, die instinktive Verhaltensweisen und Gefühle bei allen Säugetieren, einschließlich des Menschen, hervorrufen.

Panksepps Forschung zeigte, dass Spielen kein erlerntes Verhalten ist, sondern ein fundamentaler Trieb, ähnlich wie Hunger oder das Bedürfnis nach sozialer Nähe. Wenn dieses System aktiviert wird, schüttet unser Gehirn einen Cocktail aus "Glücksbotenstoffen" aus, darunter Dopamin und Endorphine.

  • Dopamin ist bekannt als das "Belohnungsmolekül". Es motiviert uns, Dinge zu wiederholen, die uns Freude bereiten, und fördert das Lernen und die Konzentration

  • Endorphine wirken wie körpereigene Schmerzmittel und Stimmungsaufheller. Sie erzeugen ein Gefühl des Wohlbefindens und der Euphorie.

Panksepp fand heraus, dass das spielerische Balgen bei jungen Tieren nicht nur dem Spaß dient, sondern entscheidend für die Entwicklung sozialer Fähigkeiten, Problemlösungskompetenz und Kreativität ist. Dieser angeborene Drang zum Spiel bleibt uns ein Leben lang erhalten. Wenn wir ihn im Alter aktivieren, profitieren wir von genau denselben positiven Effekten, wie in der Jugend.

Spiel, Dünger für's Gehirn

"Nur wenn sich ein Mensch für etwas begeistert, kommt in seinem Gehirn die Gießkanne mit dem Dünger in Gang und es werden all jene Netzwerke ausgebaut und verbessert, die der betreffende Mensch in diesem Zustand der Begeisterung nutzt". (Gerald Hüther) Gerade im Alter kann die Wiederentdeckung des Spiels nicht nur eine Quelle der Freude, sondern vor allem der geistigen Fitness und ebenso mentalen Gesundheit. Es ist ein Fitnessprogramm das verschiedene Bereiche gleichzeitig trainiert.

Förderung der Neuroplastizität: Jedes Mal, wenn wir eine neue Spielregel lernen, knifflige Aufgabe lösen oder Strategie entwickeln, bilden sich neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Das hält das Gehirn aktiv, flexibel und anpassungsfähig.

Stärkung kognitiver Fähigkeiten: Gesellschaftsspiele, Puzzles oder Kartenspiele sind förderlich für:

  • Das Gedächtnis: sich an Regeln, Karten oder Spielzüge erinnern.

  • Die Konzentration: Den Fokus über einen längeren Zeitraum halten.

  • Das logische Denken: Strategien planen, die Züge der Mitspieler vorausahnen.

  • Die Problemlösungskompetenz: Auf unerwartete Situationen im Spiel reagieren.

Stressabbau und emotionale Balance: Die Ausgelassenheit bei einem Gesellschaftsspiel, aber auch die Konzentration auf eine Tätigkeit senkt nachweislich den Spiegel des Stresshormons Cortisol. Gleichzeitig sorgen die Botenstoffe für gute Laune und Entspannung. Spielen ist eine Methode, um Sorgen für eine Weile zu vergessen - eine perfekte Erholung für das Gehirn.

Gemeinsam statt Einsam: Viele Spielformen sind beziehungsfördernd. Ein Spieleabend mit Freunden, der Familie oder in einer Gruppe schafft wertvolle emotionale Kontakte. Der Austausch, die Gemeinsamkeit und das Gefühl der Zugehörigkeit sind ein Schutzfaktor gegen die negativen Folgen von Isolation, sprich Depression oder Alzheimer.

Während wir ein Spiel genießen, entwickeln sich Fähigkeiten

Es ist „ja nur“ ein Spiel. Doch genau diese Lernmethode kennt und liebt unser Gehirn und arbeitet damit effektiv und äußerst schnell. Unmerklich führt Spiel an Potenziale heran, die wir selbst fördern oder verbessern möchten. Es trainiert unser Gedächtnis, erneuert Erfahrungen, steigert Lösungsfähigkeiten und kann vergangene, negative Erlebnisse sogar in positive umwandeln.

Es bringt uns vor allem aus der Passivität und regt zur persönlichen Entfaltung an. „Spiel bietet uns eine Chance, an dem zu arbeiten, was uns am Herzen liegt“ (Viola Spolin) Heutige Technologien zeigen, was bei spielerischen Prozessen passiert. Daten von Studienteilnehmern zeigen in sehr beeindruckender Weise, welche Qualitäten im Spiel zu finden sind

  • 34 % erleben Förderung und Entwicklung von Autonomie

  • 24 % Verbesserung der Handlungskompetenzen

  • 21 % erhöhte Selbstwahrnehmung

  • 19 % verstärktes Erkennen der eigenen Interessen

  • 15 % neue Strategien, privat und beruflich

  • 12 % Erleben und Ausdruck von Freude und Freiheit

  • 9 % höhere Kontaktfähigkeit und Beziehungskompetenz

Eins steht fest, Spiel lohnt sich

Die Wissenschaft, insbesondere die Forschung von Jaak Panksepp zeigt, wonach wir uns tief im Inneren vielleicht schon oftmals sehnten: Spielen tut gut. Wenn wir dem Spiel einen Platz im Alltag geben, investieren wir aktiv in die Gesundheit fes Gehirns, in die Lebensfreude und iBeziehungen. Die Zeit ist kaum besser als jetzt, um Karten zu (neu) mischen, Pinsel oder Bälle auszupacken und vielleicht auch die eine oder andere Boccia-Kugel rollen zu lassen

Bleib locker

2 min

Wissenschaft in Kurzform

Wie Karl das Boule-Spiel entdeckete

Szene: An einem sonnigen Nachmittag. Walter sitzt bereits da und füttert ein paar Tauben. Karl kommt beschwingten Schrittes dazu.

Karl: Walter, alter Freund! Herrlich, dich hier zu sehen. Was für ein Wetter, nicht wahr? Man könnte meinen, der Himmel hat sich für uns in Schale geworfen!

Walter: (Blickt von den Tauben auf) Karl! Du kommst ja daher wie ein Frosch, der gerade im Lotto gewonnen hat, oder warum grinst du von einem Ohr zum anderen? Setz dich, bevor du noch abhebst.

Karl: (Lacht und setzt sich neben Walter) Besser mein Freund, besser als Lotto, viel besser! Ich hab was entdeckt, was mir richtig gut tut, sag ich dir und fühl mich so lebendig wie seit zwanzig, ah was sag ich., mindestens vierzig oder fünfzig Jahren nicht mehr. (lacht)

Walter: Soso. Hast du eine neue Salbe für die Gelenke entdeckt? Meine Knie knacken heute wieder das Lied des Alters. Jede Bewegung ein Abenteuer, aber keines, das ich bestellt habe.

Karl: Vergiss die Salben und deine Knie! Was ich entdeckt habe, ist nicht zum schmieren, viel mehr etwas zum jubilieren. Stell dir mal vor: frische Luft, das sanfte Geräusch von rollenden Kugeln, das Lachen von Freunden und ein Hauch von Urlaub, und zwar, direkt bei uns hier im Stadtpark.

Walter: Bist du ein Komiker oder was meinst du mit rollende Kugeln? Du wirst doch nicht etwa noch zum Kegler, oder? Dafür ist mein Rücken einige Jahre zu steif. Einmal bücken, die Kugel aufheben, und ich brauch einen Kran, um wieder hochzukommen.

Karl: Nein, nein, viel eleganter! Ich spreche von Boccia! Oder Boule, wie die Franzosen es sagen. Ich bin da neulich zufällig vorbeigekommen. Eine Gruppe von Männern in unserem Alter, alle mit einer Gelassenheit, die fast magisch war. Die Sonne schien durch die Blätter, alles roch nach gemähtem Gras, und ich war richtig fasziniert.

Walter: Boccia? Das ist doch dieses Spiel, wo man versucht, seine Kugeln so nah wie möglich an eine kleine Zielkugel zu werfen. Das habe ich früher im Italienurlaub mal gesehen. Sah gemütlich aus, aber Magie? Du übertreibst mal wieder maßlos.

Karl: Überhaupt nicht! Zuerst hab ich nur zugeschaut, aber dann hat mich einer der Spieler eingeladen mitzuspielen. „Komm“, hat er gesagt, „jeder kann das!“ Und er hatte recht! Es geht gar nicht um Kraft, Walter. Es geht um Gefühl, um Präzision und du glaubst es nicht, auch um Taktik! Sogar ein paar kleine Tricks, wie man es klüger spielt. Dabei vergisst du alles um dich herum. Die Problemchen, die Sorgen, den faden Geschmack des morgendlichen Früchtetees, einfach weg.

Walter: Du bist nicht auf Drogen, oder? Das klingt ja geradezu philosophisch.

Karl: Das ist es in gewisser Weise auch! Wie bei allem. Nüchtern betrachtet ist Fussball auch nichts anderes als einen Ball durch die Gegend zu kicken und dann in ein Tor zu schießen. Wenn man sich aber ein wenig damit beschäftigt und erkennt, dass es nicht nur ein den „Ball kicken“, sondern auch eine gewisse Strategie oder Taktik braucht, um zu gewinnen, wird mehr daraus. Und diese Gemeinschaft, das Gefühl, wieder gemeinsam Spass zu haben, was aufregend und spannend sein kann, ist unbezahlbar. Ich gehe nicht nur aus dem Haus, um etwas zu besorgen oder einzukaufen, sondern es gibt wieder einen Grund, mich auf etwas zu freuen.

Walter: Das klingt ja ganz nett. Klar, ein bisschen Spass tut jedem gut.

Karl: Hast recht, aber pass auf, jetzt kommt der Clou! Das, was mich am allermeisten begeistert hat, war, wie ich mich danach gefühlt habe. So klar im Kopf. Ich habe mich dann zu Hause an den Computer gesetzt und im Internet ein bisschen herumgestöbert. Und du wirst es nicht glauben, was ein Spiel wie Boccia für unser Gehirn tut!

Walter: (Hebt eine Augenbraue) Ach ja? Erzähl mal, du Internet-Professor. Was haben rollende Kugeln mit meinen grauen Zellen zu tun?

Karl: Eine Menge, pass auf! Erstens: Du denkst vielleicht, man wirft einfach nur die Kugel. Falsch! Du musst überlegen. Lege ich meine Kugel nur nah an die kleine Kugel oder versuche ich, die Kugel des Gegners wegzuschießen? Wie ich schon sagte, es geht dabei auch um Strategie. Was macht mein Gegner als Nächstes? Es ist, natürlich etwas übertrieben, wie Schach auf Sand, aber nur entspannter und lustiger. Wenn du es richtig spielst, trainierst du dein Gehirn, ohne es zu merken.

Walter: Hm, das klingt ja anstrengender als ich dachte.

Karl: Mit Sicherheit nicht, weil es spielerisch ist! Zweitens: Konzentration. Du musst dich auf deinen Wurf fokussieren. Die Entfernung abschätzen, vielleicht die Bodenbeschaffenheit berücksichtigen aber vor allem den richtigen Schwung finden. Das braucht Genauigkeit! Im Grund genommen, schult es die Fähigkeit, alle Ablenkungen auszublenden und sich auf eine einzige Aufgabe zu konzentrieren. Das hilft dir auch im Alltag, dich auf etwas zu konzentrieren und nicht vergesslich oder gedankenverloren zu sein. Das kennst du ja: "Was wollte ich denn hier im Supermarkt?"

Walter: Das wär nicht schlecht, könnte ich tatsächlich gebrauchen. Gestern stand ich im Keller und wusste nicht mehr warum und was ich dort wollte.

Karl: Siehst du, genau davon rede ich! Und drittens, und das ist eigentlich das Faszinierendste: die Hand-Auge-Koordination. Dein Gehirn muss in Sekunden eine komplexe Berechnung durchführen. Das klingt zwar etwas wissenschaftlich, aber denk mal. Es sieht die Entfernung und muss dann den Muskeln deines Arms und deiner Hand den exakten Befehl, mit wie viel Kraft und in welchem Winkel sie loslassen sollen. Jeder Wurf trainiert die Nervenbahnen von Gehirn und Körper. Hat mich irgendwie ans Bogenschießen erinnert. Ich habe gelesen, dass solche Aktivitäten nachweislich gut tun, sogar der Demenz vorzubeugen. Es ist nicht also nur ein Spiel, es ist wie Gymnastik fürs Hirn und hilfreich für die geistige Gesundheit!

Walter: (Schweigt einen Moment und schaut nachdenklich auf die Tauben) Hilfreich, sagst du. Das ist interessant. Strategie, Konzentration, Koordination... und wer weiß noch was alles. Ich dachte immer, das nur was für jene, die nichts anderes zu tun haben.

Karl: Haben doch auch nicht, Walter! Wollen wir hier sitzen und darauf warten, dass die Gelenke steifer und die Gedanken langsamer werden? Nichts gegen Tauben füttern Walter, aber du weißt, was ich meine. Außerdem bleibt dafür immer noch Zeit. Komm doch mal mit am Donnerstag. Nur zum Zuschauen. Die Leute dort beißen bestimmt nicht. Und wenn's dir gefällt, trinken wir noch ein Glas Wein im Anschluss. Wenn nicht, dann eben nicht. Was hast du zu verlieren?

Walter: (Ein leichtes Lächeln huscht über sein Gesicht) Na gut. Aber nur mal zuschauen. Mein Wurfarm ist wahrscheinlich schon eingerostet.

Karl: (Klopft ihm auf die Schulter) Super! Du wirst sehen, der Rost löst sich schneller, als du denken kannst. Und wer weiß, vielleicht schlummert ja der nächste Boccia-Star in dir. (beide lachen)

Häufige Fragen zu "bleib locker"

„Bin ja kein Kind mehr, warum sollte ich spielen?“

Wer denkt, spielen hat lediglich etwas mit der Kindheit zu tun, irrt gewaltig. Dort ist es aus Entwicklungsgründen nur am sichtbarsten. Denken Sie mal darüber nach, ein Schachspiel, eine Runde Skat oder das Lösen eines schwierigen Puzzles – hat nichts mit kindischem Verhalten zu tun. Es ist eine Form von geistigen Training, die Konzentration oder Intelligenz erfordert und das gleiche gilt für Spiele, die zudem noch die Bewegung fördern. Jaak Panksepp hat bewiesen, dass der Spieltrieb ein angeborenes biologisches System ist, ähnlich wie Schlaf. Mit kindisch hat das nichts zu tun.

„Dafür bin ich zu alt und nicht mehr fit genug“

Das Besondere am Spielen ist seine Vielfalt. Es muss ja nicht Fussball, Kegeln oder Boccia sein. Ein Großteil der Spiele, die dem Gehirn nützen, können ebenso im Sitzen stattfinden. Kartenspiele, Brettspiele, Rätsel, Wortspiele oder kreative Hobbys wie Malen und Musizieren fördern den Geist, aber nicht unbedingt den Körper. Wichtig ist, das richtige Spiel für die eigenen Bedürfnisse zu finden. Selbst vom Sessel aus können Sie Ihr Gehirn auf eine anregende Reise schicken.

„Ich kann mir keine Regeln merken“

Kennen Sie das Lied „Von nun an ging’s bergab“, das ist die Sorge, aber genau hier liegt der echte und zentrale Effekt von Spiel. Mit jedem Mal, wo Sie bereit sind, eine neue Regel zu verstehen und anzuwenden, bauen Sie auch neue Verbindungen in Ihrem Gehirn auf.

„Was,, wenn ich ständig verliere, ist doch frustrierend“

Besser, höher, schneller, weiter, gehört nicht zum Spiel sondern zum Leistungsdruck und des "gewinnen müssen". Es geht aber um Freude. Sehen Sie's nicht als (Wett-)Kampf, sondern als etwas was Spass machen sollte, am besten gemeinsam. Lachen Sie über einen unglücklichen Zug oder genießen Sie Ihren cleveren Zug und die Unterhaltung. Spielen ist immer ein win-win Prozess, ob Sie gewinnen oder verlieren und wenn man es genießt.

Bringt das wirklich was oder ist das schon wieder so eine Theorie?"

Alles was hier beschrieben ist, ist mehr als „nur“ Theorie; es ist wissenschaftlich belegt. Jedes Mal, wenn Sie spielen, wird Ihr Gehirn durchblutet und mit Sauerstoff versorgt. Bereiche, die für Gedächtnis, Planung, Sprache und Logik zuständig sind, werden gefördert und trainiert. Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig geistige Aktivitäten wie Brettspiele ausüben, ein geringeres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Sie investieren also nicht nur in ein paar Stunden guter Laune, was auch nicht schlecht wäre, sondern aktiv und nachweislich in die Gesundheit Ihres Gehirns.

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