Wir gehen jeden Tag in die Zukunft

MENTALE GESUNDHEIT

Jeden Tag und in jedem Augenblick, tun wir etwas, was für uns gewöhnlich, vielleicht sogar unbedeutend ist. Wir gehen in die Zukunft. Es erscheint uns so normal, dass wir meist gar nicht bemerken, wie groß die Chance ist, sie zu gestalten. Wenn wir also schon jeden Tag diesen unausweichlichen Schritt tun, könnten wir doch den Kurs so setzen, dass er uns zu dem führt, was wir uns von Herzen wünschen.

in Kürze - worum geht's
Wissen - Wir gehen jeden Tag in die Zukunft

Jeden Tag und in jedem Augenblick, tun wir etwas, was für uns gewöhnlich, vielleicht sogar unbedeutend ist. Wir reisen in die Zukunft. Diese Reise ist unausweichlich und erscheint uns so normal, dass wir meist gar nicht bemerken, wie groß die Chance ist, sie zu gestalten. Gerade die Zukunft ist die Zeitachse, auf die wir konkret einen Einfluss haben. Die Vergangenheit ist geschrieben und oft nur bedingt beeinflussbar.Die Gegenwart die Zeit, die wir vor allem in den späteren Jahren genießen sollten und könnten. Aber die Seiten, für das noch Kommende oder Morgen, sind noch leer. Wenn wir also schon jeden Tag diese Reise machen, könnten wir doch auch das Steuer übernehmen und den Kurs setzen, der uns zu dem Ziel führt, das wir uns von Herzen wünschen?

Sie denken vielleicht: „wie soll denn das gehen?“ oder ihr Kopf meint vielleicht: „das wäre zwar schön, aber.....wer soll das glauben?“. Nun, darauf ließe sich mit einem bekannten Zitat antworten: „Ob Du glaubst, du kannst es oder du kannst es nicht, du hast in beiden Fällen Recht“. (Henry Ford) Die aktuellen Neurowissenschaften, wie auch die Verhaltensforschung sehen das genauso, denn jede neue Gewohnheit, jeder Gedanke und jede Handlung formt buchstäblich neue neuronale Pfade. Oder auch nicht, wenn wir nichts ändern und alles beim Alten belassen wollen. Wir können uns selbst oder besser gesagt unser Gehirn„updaten“, indem wir alte Erfahrungen und Gewohnheiten durch neue, kleine, vielleicht sogar positive ersetzen. Die Reise zu unserem Wunsch ist demnach keine Frage des Alters oder sogar des Schicksals, sondern eine Frage unserer Entscheidung und vielleicht ein bisschen, auch einer einfachen Strategie.

Lange Zeit glaubte man, das Gehirn sei nach der Kindheit unveränderlich. Heute wissen wir, dass es sich ein Leben lang anpasst, lernt und neu vernetzen kann. Aber die wahrscheinlich beste Nachricht ist: „Es sind gar nicht die großen Sprünge, die unser Gehirn verändert und an unser Ziel bringen, sondern die kleinen, die winzigen und beständigen Schritte. Die Frage ist also: „Gibt es etwas, was Sie sich von Herzen wünschen?“ und dazu zählt, das möchte nur erwähnt sein, auf keinen Fall der Lotterie-Gewinn. Solange wir glauben, dass ist wirklich nur das Geld es, was uns zufrieden oder glücklich macht, dann sollten Sie mal diesen Beitrag (hier) lesen oder über die Erkenntnissen der Neurobiologin Susanne Greenfield nachdenken: „Unser Gehirn rechnet nicht, es will sich wohlfühlen“.

Wir gehen jeden Tag in die Zukunft

Vielleicht sind Sie dem Beitrag bis hierher gefolgt und denken jetzt: „Also gut, aber ich will keinen Marathon laufen oder irgendwelche Gletscher erklimmen und auch nicht verrückte oder anstrengende Dinge tun“. Da haben Sie recht. Darum geht es auch nicht! Vielmehr geht es darum, zu wissen, wohin man will und wie man es erreichen kann. Der Bestsellerautor James Clear hat dieses Prinzip mit seiner „1%-Methode“ auf den Punkt gebracht. Wenn wir unseren Kurs oder passender gesagt, unsere Gedanken nur um ein paar Grad ändern, landen wir woanders, als wenn wir den bekannten und gewohnten Kurs beibehalten. Natürlich nur, wenn wir das möchten.

Stellen Sie sich ein Flugzeug vor, das von Los Angeles nach New York fliegt. Wenn der Pilot seinen Kurs nur um 3,5 Grad ändert – eine für die Passagiere kaum wahrnehmbare Korrektur –, landet das Flugzeug nicht in New York, sondern in Washington. Sagen Sie jetzt bitte nicht, „ich bin ja kein Flugzeug“, aber ob sie es glauben oder nicht, genau das passiert auch in unserem Leben. Eine winzige Veränderung, die uns vielleicht sunbedeutend erscheint, entfaltet über Wochen und Monate eine enorme Wirkung. Wenn Sie jeden Tag eine Seite eines Buches lesen, vielleicht hie und da unsere Beiträge hören, fünf Minuten meditieren oder einen Apfel statt eines Schokoriegels essen, wirken diese Handlungen zwar isoliert betrachtet trivial. Doch in ihrer Summe definieren sie, in welche Zukunft Sie reisen und ankommen werden. Eine entspannte? .... eine zufriedene? .... eine wünschenswerte? .... oder an welche denken Sie?

Warum gerade kleine Kurskorrekturen vieles verändern

Um zu verstehen, wie kleinen Schritte zu einem Teil unseres Lebens werden können, müssen wir die Funktionsweise unseres Gehirns. Der US-Psychologe Edward Thorndike legte Ende des 19. Jahrhunderts den Grundstein für dieses Verständnis. In seinen berühmten Experimenten setzte er Katzen in Käfige, aus denen sie durch das Betätigen eines Hebels entkommen konnten. Anfangs probierten die Katzen herum, doch nach einigen Versuchen gingen sie zielsicher zum Hebel. Thorndike entdeckte eine fundamentale Funktion unseres Gehirns: „Ein Verhalten, das zu einem besseren oder befriedigenden Ergebnis führt, wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wiederholt“.

Heute weiß die Wissenchaft, dass jede Gewohnheit einer Art Schleife folgt. Diese Schleife beinhaltet einen Auslöser, ein Verlangen, eine Handlung und eine Belohnung. Das ist in gewisser Weise der Bauplan für jede gewohnte Handlung, ob gut oder schlecht. Um daraus unsere Zukunft zu gestalten, müsser wir den Plan so erstellen, dass er uns zum gewünschten Ziel bringt. Ein kleines Beispiel

  • Der Auslöser: ein paar morgendliche Sonnenstrahlen erhellen das Zimmer.

  • Das Verlangen: Den Morgen einfach mal – ohne die Tages-Todo Liste oder sonstige Gedankenspiele - zu beginnen und zu genießen.

  • Die Handlung: Du bereitest dir in Ruhe, vielleicht mit deiner Lieblingsmusik, einen Kaffee und ein Frühstück zu oder was du sonst lieber tust.

  • Die Belohnung: Der Duft, die Wärme, der entstpannte Mogen und dieses Gefühl – herrlich! Dein Gehirn merkt sich: „Super, das fühlt sich gut an, das machen wir wieder!“

Gewohnheiten - ein Blick ins Gehirn
Erstens: der „Stolperstein-Trick“ - mach es sichtbar

Was wir nicht sehen oder bewusst machen, vergessen wir. Um eine neue, kleine Gewohnheit zu starten, musst du sie dir am Anfang vor Augen halten. Vielleicht möchtest du deinen Körper mit etwas Nahrhaften oder Nützlichem stärken. Stell es nicht in den (Kühl-)Schrank, sondern dorthin, wo du es sofort siehst. Vielleicht möchtest du wieder etwas mehr lesen? Lass das Buch oder Magazin nicht irgendwo, leg es auf den Frühstückstisch. Ich denke das Prinzip ist klar.

Wissen - Die Bostoner Ärztin und Ernährungswissenschaftlerin Dr. Anne Thorndike. bewies die Macht dieses Prinzips, als sie in einer Krankenhauskantine, Wasserflaschen an sichtbaren Orten platzierte. Allein durch diesen Umstand und ohne etwas zu sagen, stieg der Wasserkonsum um 25 %, während der Konsum von den hochgesüßten Limonaden sank. Gestalten Sie Ihre Umgebung so, dass die gewünschten Handlungen die naheliegendsten sind.

Zweitens: der „Zuckerbrot-Trick“ - verbinde es mit was Schönem

Unser Gehirn liebt die Vorfreude. Wenn wir eine Angewohnheit mit etwas verbinden, was wir mögen, wird es leichter. Du willst dich mehr bewegen, aber es fällt dir schwer? Frag deinen Freund oder Freundin, ob er/sie mit dir eine Runde geht. Dann ist es keine Pflicht, sondern eine schöne, soziale Zeit. Du möchtest vielleicht weniger Zweifel haben oder Sorgen machen? Probier mal die 90 Sekunden Regel von Jill Taylor (hier) oder lies mal wie Gefühle entstehen (hier).Du wirst staunen, welche Veränderungen du alleine damit erzielen kannst.

Wissen - Die Neurowissenschaftlerin Lisa Feldmann Barrett entdeckte, dass unser Gehirn zu einem großen Teil unsere Gefühle produziert. Das änderte die Sicht auf die Gefühle fundamental. Auch wenn diese Erkenntnis vielleicht überraschend klingt oder ist, so bedeutet sie auch, dass wir selbst nach schlechten oder schwierigen Erfahrungen, aktiv Einfluss auf unsere Gefühlswelt und unser emotionales Wohlbefinden nehmen können.

Drittens : Der „mach es leicht -Trick“.

Das ist ein Supertrick, gerade wenn man mal einen müden Tag hat. Nimm dir keine ganze Aufgabe vor, sondern nur die ersten zwei Minuten davon. Der Trick ist, einfach nur mal anzufangen. Zum Beispiel „Ich will mal wieder etwas im Garten arbeiten“ wird dann zu: „Ich zupfe nur ein einziges Unkraut.“ Oder ...„Ich sollte mal etwas Gymnastik machen“ wird zu: „Ich mache nur eine einzige Übung.“ Du wirst lachen, aber oft macht man dann von ganz allein weiter. Und wenn nicht? Auch gut! Du hast angefangen, und das ist schon mal ein Erfolg!

Wissen: Dazu gibt es auch zwei interessante wissenschaftliche Erkenntnisse. Der winzige, einfache Anfang ist oft die Eintrittskarte in einen wunderbaren Zustand, den die Wissenschaft „Flow“ nennt. Der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi hat herausgefunden, dass wir am glücklichsten sind, wenn wir uns langsam in eine Arbeit „vertiefen“. Dieser Zustand stellt sich ein, wenn eine Aufgabe uns fordert, aber nicht überfordert. Der Zwei-Minuten-Trick nimmt dir die Angst vor der Überforderung. Und dann wäre da noch dieses Thema mit der Gymnasik oder Bewegung, was das Gehirn, schnell mit „anstrengend“ verbindet und deshalb gleichmal „Einspruch erhebt“. Lies dazu mal etwas über Julie Henderson oder ihre Methode (hier), sie weiß, welche Art von Bewegung auch dem Hirn Spass macht.

Viertens: Der „Dankbarkeits-Trick“

Anstatt einen Haken zu machen, was sich wie eine Pflichterfüllung oder „endlich erledigt“ anfühlt, nimm lieber einen kleinen Zettel und schreib kurz auf, was du getan hast und noch besser, wie es sich angefühlt hat. „Heute 10 Minuten in der Sonne spazieren gegangen, die Zeit zu genießen, hat gut gutgetan.“ Das kannst du mit mit mehreren oder auch anderen Dingen das Alltags tun, wenn du dich dabei wohlgefühlt hast. Sammle die guten Momente. Am Ende der Woche oder des Monats, kannst du mal das Glas leeren. Du siehst dann keine „Abrechnung von Pflichten“, sondern die Momente, in denen du dich wohl gefühlt hast oder gut zu dir warst.

Wissen: Die Wissenschaft, allen voran Robert A. Emmons, hat bewiesen, dass Dankbarkeit eine enorme positive Wirkung auf das Gehirn hat. Sie trainiert dein Gehirn, das wahrzunehmen, was Gutes im Leben passiert, senkt damit gleich den Stress und hebt zugleich das Wohlbefinden. Sich selbst Gutes zu tun, wirkt mindestens ebenso stark auf Dich und deinen Selbstwert. Hör dir mal etwas von Kirstin Neff ( oder hier) an, sie forschte darüber, was mit oder in uns passiert, wenn wir zu uns selbst freundlich sind. Es ist eine äußerst interessante und spannende Wissenschaft. Wie Neff es nennt über die Selbstfreundlichkeit oder die „Selbst-empathie“.

Vier wichtige aber simple Tricks für die Umsetzung

Die tägliche Reise in die Zukunft ist vielleicht noch eine etwas ungewohnte aber unglaubliche Chance, die uns die aktuellen Erkenntnisse neuer Wissenschaften vor Augen führt. Und das Beste, sie erfordert keine radikalen Umbrüche, sondern einfach nur die Entscheidung, den Kurs ein kleines bisschen anzupassen, wie wir es möchten. Jede Wiederholung einer positiven Gewohnheit ist wie ein Pinselstrich, der das Bild der Zukunft erweitert. Damit stärken wir nicht nur einen neuen neuronalen Pfad im Gehirn, sondern die Richtung und den Weg, wo wir landen wollen.

Fazit - Der Zukunft ist es gleich, wohin wir gehen
Tipps - Drei Beispiele für den Alltag

Haben Sie sich mal gefragt, warum manche Menschen scheinbar müheloser oder entspannter durchs Leben als andere? Die Antwort liegt in einer der aufregendsten Wissenschaften unserer Zeit: der Psychoneuroimmunologie. Dieser Begriff mag etwas unverständlich klingen, doch seine Botschaft ist so einfach wie revolutionär: Körper und Seele sind keine getrennten Einheiten, wie man es Jahrhunderte lang glaubte. Jede Emotion, ob Freude oder Furcht, sendet biochemische Signale durch unseren Körper, die unsere Abwehrzellen entweder stärken oder schaden können. Heute ist klar, wie unser Immunsystem auf Stress, aber auch auf Freude und Zuversicht reagiert und dass Sorgen uns nicht nur mental, sondern auch physisch schwächen. Glaubenssätze wie "Ich kanns nichts anders" oder "So bin ich eben" sind ein Irrglaube.

Neue Wissenschaften verlangen keinen blinden Glauben, vielmehr sind sie eine Einladung neugierig zu sein und dabei auch den eigenen Horizont, vielleicht noch besser, die eigene Lebensart zu erweitern. Genau hier setzt der Neuropsychiater Dr. Daniel J. Siegel mit seinem Konzept des „Mindsight“ (Einsicht) an, Indem wir lernen, uns zu beobachten und zu lenken, können wir nicht nur Leid reduzieren, sondern das Leben und unsere Lebensqualität aktiv gestalten, mit mehr Freude, Sinnhaftigkeit und Wohlbefinden. Wir entdecken die Kompetenzen in uns, um die Flauten und Stürme zu meistern und immer in unsere eigene Mitte zurückzufinden.

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Der plötzliche Schmerz am Morgen

Sie wachen auf und spüren einen neuen, unbekannten Schmerz im Knie oder im Rücken. Die Sorge meldet sich sofort. (Die Sorgenspirale): Ihre Gedanken beginnen zu kreisen. „Was ist das jetzt? Ist es was Ernstes? Muss ich zum Arzt? Was, wenn ich bald nicht mehr richtig laufen kann?“ Die Angst überfällt Sie, Ihr Herz schlägt schneller, und Sie malen sich beängstigende Szenarien aus. Der ganze Tag ist von Sorge überschattet, und Sie fühlen sich hilflos und verunsichert. (oder Ignoranz): Sie beißen die Zähne zusammen und denken: „Da muss man durch.“ Sie ignorieren den Schmerz, bewegen sich schwer und vermeiden es, darüber zu sprechen, um niemanden zur Last zu fallen. Sie unterdrücken die Sorge, aber sie nagt und raubt Energie wie auch die Unbeschwertheit.

Ein Weg zu mehr Wohlbefinden (Mit Zuversicht handeln):

  • Innehalten und Beobachten: tief durchatmen und den Schmerz wahrnehmen, ohne gleich in Panik zu verfallen. Sie sagen: „Okay, ich spüre einen Schmerz im Knie. Und ich bemerke auch, dass mir das Sorgen macht.“ Allein diese Trennung von Schmerz und Sorge schafft bereits Abstand.

  • Neugierig Erkunden: Anstatt sich das Schlimmste vorzustellen, werden Sie zum Erkunder Ihres Körpers. „Ist der Schmerz stechend oder dumpf? Wird er besser, wenn ich mich sanft bewege?“ Sie probieren etwas aus, vielleicht ein warmes Kissen oder eine leichte Dehnübung.

  • Bewusst und ruhig entscheiden: Sie gewinnen Ihre Handlungsfähigkeit zurück. Sie entscheiden: „Ich werde das heute mal beobachten. Wenn es morgen oder übermorgen nicht besser ist, rufe ich bei meinem Arzt an und vereinbare einen Termin.“ Diese Haltung verwandelt Sorge in selbstbestimmte Fürsorge und schenkt Ihnen das Gefühl von Kontrolle. Sie wissen, dass Sie die notwendigen Schritte getan haben. Die Angst und Sorge kann vorerst mal gehen, weil sie nicht wirklich hilft. Das Leid oder die Last sind begrenzt, weil Sie entschieden haben, den Arzt zu kontaktieren, falls es sich nicht bessert.

Dan Siegel - Mindsight

Der abgesagte Besuch und das Gefühl von Enttäuschung

Ihre Kinder oder Enkelkinder sagen einen geplanten Besuch für das Wochenende kurzfristig ab. Sie hatten sich sehr darauf gefreut. Eine Welle der Enttäuschung überrollt Sie. Gedanken wie „Ich bin ihnen nicht wichtig“ oder „Niemand interessiert sich für mich“ tauchen auf. Sie ziehen sich zurück, der Tag fühlt sich leer und sinnlos an, und Sie versinken in trüben Gedanken. Oder Sie schlucken die Gefühle hinunter und sagen sich: „Das macht nichts, ich habe genug anderes zu tun.“ Sie stürzen sich in Pflichten, um die Leere nicht spüren zu müssen. Sie wirken nach außen stark, aber innerlich fühlen Sie sich einsam und von Ihren wahren Gefühlen abgeschnitten.

Ein Weg zu mehr Wohlbefinden (Sich selbst Gutes tun):

  • Das Gefühl anerkennen: Sie erlauben sich, die Enttäuschung zu spüren. „Ja, das ist schade. Ich bin schon etwas traurig, denn ich hatte mich darauf wirklich gefreut.“ Indem Sie dem Gefühl einen Raum geben, verliert es seine Macht.

  • Die Perspektive erweitern: Sie denken sich, dass die Absage vielleicht gar nichts mit Ihnen persönlich zu tun hat, sondern dass eben das Leben Ihrer Jüngeren oft hektisch ist, das war es ja vielleicht auch bei ihnen mal so und sie verstehen, dass das vorkommt, auch wenn es ein wenig schade ist.

  • Für das eigene Wohlbefinden sorgen: Sie stellen sich die entscheidende Frage: „Was würde mir jetzt guttun? Wie kann ich diesen Nachmittag für mich schön gestalten?“ Vielleicht ist es ein Anruf bei einer guten Freundin, das Hören Ihrer Lieblingsmusik, ein Spaziergang an der frischen Luft oder das Vertiefen in ein spannendes Buch. Sie nehmen das Ruder selbst in die Hand und gestalten aktiv einen Moment der Lebensfreude. Das schafft Zuversicht und das Wissen, dass Ihr Wohlbefinden nicht allein von anderen abhängt.

Der „blöde“ Deckel oder andere kleine Frustrationen

Sie möchten ein Glas Marmelade öffnen, aber der Deckel sitzt bombenfest. Trotz aller Anstrengung bewegt er sich nicht. (Die Frustration): Wut und Frust steigen in Ihnen hoch. „Das gibt es doch nicht! Früher war das nie ein Problem!“ Sie ärgern sich über Ihre nachlassende Kraft und fühlen sich alt, vielleicht sogar nutzlos. Der kleine Deckel hat Ihnen das Gefühl gegeben, die Kontrolle zu verlieren. Und ob das früher auch nie ein Problem war, ist auch nicht sicher, vielleicht haben Sie es nur vergessen. (Der Kampfmodus): Sie weigern sich um Hilfe zu bitten oder aufzugeben. „Das muss ich doch alleine schaffen! Das wäre ja gelacht“. Sie versuchen es wieder und wieder, bis Ihre Hand schmerzt. Sie machen Ihren Selbstwert von dieser Aufgabe abhängig und übersehen dabei eine andere oder einfachere Lösungen.

Ein Weg zu mehr Wohlbefinden (Flexibel und gelassen bleiben):

  • Innehalten und Schmunzeln: Sie bemerken den aufkommenden Ärger und halten inne. Vielleicht können Sie sogar über die Situation schmunzeln: „Na gut, dieser Deckel meint es wirklich ernst. Mal sehen, wer schlauer ist“ und erinnern sich an bestimmte Tricks oder sehen im Internet nach.

  • Akzeptanz und Kreativität: Sie akzeptieren die Tatsache, dass Ihre Hände nicht mehr die Kraft von früher haben – und dass das eben so ist. Anstatt gegen die Realität zu kämpfen, werden Sie kreativ. Sie benutzen einen Trick oder bitten vielleicht den Nachbarn, wenn Sie ihn das nächste Mal sehen.

  • Das Ziel im Blick behalten: Das Ziel war, das Glas zu öffnen, nicht, Ihre frühere Kraft in Frage zu stellen oder zu beweisen, dass Sie sie heute noch haben. Indem Sie eine Lösung finden, können sie zu ihrer Mitte zurückkehren, weder der Unmut, noch stur sein wird ihnen dabei helfen, sondern ihre geistige Beweglichkeit und (Lern-)Fähigkeit zur Anpassung. Sie haben das Problem gelöst, und das vielleicht auf eine neue, klügere Art. So etwas stärkt das Gefühl von Selbstwert und Selbstsicherheit.

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