Ein Parkgespräch.- "Grummeln oder gute Laune"
GESCHICHTEN & DIALOGE


Ein Parkbankgespräch - Renate und Klaus "Grummeln oder gute Laune"


Kurzfassung des Dialogs - Grummeln oder gute Laune
Helga und Klaus sitzen auf einer Parkbank in der Sonne. Klaus fühlt sich schlapp, seine Laune ist schlecht, und sein Bauch grummelt. Helga erzählt ihm von einer Dokumentation, die sie gesehen hat: Kopf und Bauch stehen viel enger in Verbindung, als man lange dachte. Ein Wissenschaftler namens Emeran Mayer nennt das die „Darm-Hirn-Achse" – der Darm sendet ständig Signale an das Gehirn. Helga erklärt, dass das Glückshormon Serotonin größtenteils im Darm gebildet wird. Isst man Gemüse oder Joghurt, kommen positive Signale im Gehirn an. Bei viel Zucker und Fett dagegen eher negative – das erklärt, warum sich Klaus nach Torte am Vortag wahrscheinlich müde und schlapp fühlte.
Ein weiterer Forscher, der Schweizer Professor Gregor Hasler, hat laut Helga herausgefunden, dass eine gestörte Darmflora sogar Depressionen begünstigen kann, weil dabei Entzündungen im Körper entstehen, die bis ins Gehirn wirken. Außerdem leben im Darm unzählige Bakterien – wir sind quasi ein wandelndes Ökosystem. Sie erzählt von ihrer Nachbarin, die ständig jammert und sich fast nur von Fertiggerichten und Chips ernährt. Sie vermutet einen Zusammenhang zwischen deren Ernährung und schlechter Laune. Klaus gesteht, dass Chips am Abend seine kleine Sünde sind.
Letztendlich vergleicht Helga unser Essen mit dem Treibstoff fürs Auto: Man tankt ja auch nicht irgendwas hinein. Sie zitiert Hasler: „Iss deine Glücksbringer und nicht deine Miesmacher." Klaus wird daraufhin etwas nachdenklich, aber auch interessiert und will es probieren. Am Ende verspricht Helga, ihm den Link zur Doku zu schicken, und beide gehen eine Runde durch den Park spazieren.
Tipps für den Alltag
10 Tipps für ein besseres Bauchgefühl
Sie müssen Ihr Leben nicht „auf den Kopf stellen“ und auch kein Wissenschaftler sein, um diese Erkenntnisse für sich zu nutzen. Schon mit einfachen Dingen im Alltag können Sie Ihre fleißigen Helfer im Bauch unterstützen und die Weichen für mehr Wohlbefinden stellen:
regional und saisonal: Genießen Sie eine Vielfalt an Obst und Gemüse. Jede Farbe steht für andere wertvolle Pflanzenstoffe, die unterschiedliche gute Bakterienarten füttern.
fermentierte Lebensmittel: Naturjoghurt, eingelegtes Gemüse oder Sauerkraut enthalten eine Vielzahl an gesunden und hilfreichen Bakterienkulturen, die Ihre Darmflora direkt bereichern.
Kauen wie Genießer: Gut Kauen hilft besser zu verdauen, es entlastet den Magen und Darm und hilft, Nährstoffe besser aufzunehmen,
Wasser ist zum waschen da: Aber eben nicht nur, denn Wasser ist unerlässlich und sehr hilfreich, damit die Ballaststoffe ihre Arbeit tun können und die Verdauung geschmeidig bleibt.
Wenig Zucker und Fertigprodukte: Zucker und Fett füttern vor allem die „schlechten“ Bakterien. und die industriellen Zusatzstoffe gehen dann auch noch den „guten“ an den Kragen.
Weile statt Eile: Ständige Hektik oder Stress schaden dem Darm. Fünf Minuten tiefes Atmen, ein kurzer Spaziergang oder Ihre Lieblingsmusik wirken Wunder.
Schlafen für den Bauch: Im Schlaf regeneriert sich auch die Darmschleimhaut. Ausreichend Schlaf ist ein Geschenk für Ihr Verdauungs- und Immunsystem.
Umgang mit Antibiotika: Nehmen Sie es nur, wenn es medizinisch notwendig ist, und fragen Sie Ihren Arzt, wie Sie Ihren Darm währenddessen oder danach unterstützen können.
Bewegung fördert Freude: Regelmäßige, moderate Bewegung wie Spazierengehen, Radfahren oder Tanzen regt die Darmtätigkeit an und baut Stress ab und fördert den Kreislauf.
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