Was ist was?

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Wissenschaftliche Begriffe in einfachen Worten.

Alzheimer

ist die häufigste Form von Demenz und eine Erkrankung des Gehirns, bei der Nervenzellen nach und nach absterben. Dadurch verschlechtern sich Gedächtnis, Denkvermögen und später auch alltägliche Fähigkeiten zunehmend. Man vermutet, dass sich dabei bestimmte schädliche Eiweiß-Ablagerungen im Gehirn bilden, die die Nervenzellen stören und schließlich zerstören. Auch wenn die Krankheit bisher noch nicht ganz heilbar ist, gibt es Behandlungen und Alltagshilfen, die das Leben der Betroffenen und ihrer Familien erleichtern können

Autophagie

bedeutet wörtlich „sich selbst essen" und beschreibt einen erstaunlichen Aufräumprozess in unseren Zellen. Dabei entsorgt und recycelt der Körper alte, beschädigte oder nicht mehr benötigte Bestandteile seiner eigenen Zellen, ganz ähnlich wie eine gründliche Frühjahrsputz-Aktion im Haus. Dieser Prozess hilft dabei, die Zellen gesund zu halten und kann sogar dazu beitragen, dass wir länger fit bleiben. Fasten oder Pausen zwischen den Mahlzeiten können diesen Aufräumprozess im Körper zusätzlich anregen.

st ein Überbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen die geistigen Fähigkeiten wie Gedächtnis, Denken oder Orientierung im Laufe der Zeit nachlassen. Betroffene haben beispielsweise zunehmend Schwierigkeiten, sich an kürzlich Erlebtes zu erinnern oder vertraute Wege zu finden. Es ist keine normale Alterserscheinung, sondern eine Erkrankung des Gehirns, die unterschiedliche Ursachen haben kann. Mit der richtigen Unterstützung und liebevoller Begleitung können Betroffene trotzdem ein gutes Leben führen.

Demenz

ist ein Netzwerk im Gehirn, das aktiv wird, wenn wir gerade nichts Bestimmtes tun – zum Beispiel beim Tagträumen oder auch wenn die Gedanken umherwandern und man ins Grübeln kommt. Man kann es sich vorstellen wie den Leerlauf-Modus, bei dem das Gehirn aber nicht „nichts tut“ oder entspannt, sondern fleißig Erinnerungen sortiert und über sich selbst nachdenkt. Dieses Netzwerk ist besonders aktiv, wenn wir grübeln oder uns Sorgen machen. Es zeigt, dass unser Gehirn auch in Ruhephasen nie wirklich stillsteht.

Default Mode Network (DMN)

ist ein Botenstoff im Gehirn, der oft als „Glücks- oder Motivationshormon" bezeichnet wird. Es wird ausgeschüttet, wenn wir etwas erreichen, eine Belohnung bekommen oder uns auf etwas Schönes freuen, zum Beispiel auf ein gutes Essen oder ein nettes Treffen. Dopamin sorgt dafür, dass wir motiviert bleiben, Dinge zu tun und Ziele zu verfolgen. Es ist quasi der kleine innere Antrieb, der uns sagt: „Das lohnt sich, mach weiter!"

Dopamin

ist die Fähigkeit, sich in einen anderen Menschen hineinzuversetzen und zu verstehen, wie er sich fühlt. Wenn ein Freund traurig ist und du spürst diese Traurigkeit fast ein bisschen mit, dann bist du gerade empathisch. Es ist, als würde man für einen Moment die Schuhe eines anderen anziehen und die Welt mit seinen Augen sehen. Empathie hilft uns, einander zu trösten, zu verstehen und gut miteinander auszukommen.

Empathie

sind körpereigene Stoffe, die manchmal auch „Glückshormone" genannt werden, weil sie Schmerzen lindern und ein Gefühl von Wohlbefinden erzeugen können. Sie werden zum Beispiel beim Lachen, bei Bewegung oder auch beim Essen von Schokolade ausgeschüttet. Man kennt das Gefühl vielleicht von einem angenehmen Spaziergang, nach dem man sich plötzlich leichter und zufriedener fühlt. Endorphine sind sozusagen die körpereigene Wohlfühl-Apotheke.

Endorphine

beschreibt einen besonderen Gefühlszustand, bei dem man völlig in einer Tätigkeit aufgeht und die Zeit dabei wie im Fluge vergeht. Man kennt das vielleicht vom Gärtnern, Malen, Musizieren oder einem guten Gespräch, bei dem man plötzlich auf die Uhr schaut und Stunden vergangen sind, ohne dass man es gemerkt hat. In diesem Zustand ist man völlig konzentriert, aber gleichzeitig entspannt und zufrieden. Flow gilt als einer der schönsten und erfüllendsten Gefühlszustände, die wir erleben können.

Flow

bedeutet, immer wieder über dieselben Sorgen oder Probleme nachzudenken, ohne dabei wirklich weiterzukommen. Es ist, als würde man im Kopf im Kreis laufen, ohne jemals ans Ziel zu gelangen. Ein bisschen Nachdenken über ein Problem kann hilfreich sein, aber Grübeln zieht uns oft nur runter und macht traurig oder ängstlich. Deshalb ist es gut, Wege zu finden, aus diesem gedanklichen Kreisel wieder auszusteigen.

Grübeln

ist der Teil unseres Gedächtnisses, der Informationen nur für kurze Zeit speichert – oft nur für ein paar Sekunden bis Minuten. Es ist wie eine kleine Tafel, auf die man schnell etwas schreibt, zum Beispiel eine Telefonnummer, die man sich nur so lange merkt, bis man sie gewählt hat. Danach wird die Tafel meist wieder gelöscht, wenn die Information nicht weiter gebraucht wird. Nur wichtige oder oft wiederholte Dinge schaffen es von dort ins Langzeitgedächtnis.

Kurzzeitgedächtnis

ist der Teil unseres Gedächtnisses, in dem Informationen dauerhaft gespeichert werden – manchmal ein Leben lang. Hier sind Erinnerungen an die Kindheit, gelernte Fähigkeiten wie Radfahren oder wichtige Ereignisse abgelegt, ähnlich wie in einer riesigen Bibliothek. Anders als das Kurzzeitgedächtnis, das schnell wieder vergisst, bleibt hier vieles über Jahrzehnte erhalten. Wiederholung und emotionale Bedeutung helfen dabei, dass etwas den Weg ins Langzeitgedächtnis findet.

Langzeitgedächtnis

ist ein Bereich im Gehirn, der für unsere Gefühle, Erinnerungen und Triebe zuständig ist – man nennt es deshalb auch manchmal das „Gefühlszentrum" des Gehirns. Es hilft uns zu erkennen, ob eine Situation gefährlich, angenehm oder aufregend ist, und löst die passenden Gefühle dazu aus. Auch viele unserer Erinnerungen sind eng mit diesem Bereich verknüpft, besonders solche, die mit starken Gefühlen verbunden sind. Man könnte es sich wie die emotionale Schaltzentrale unseres Gehirns vorstellen.

Limbisches System

bedeutet, wie gut es unserer Seele und unserem Denken geht – ähnlich wie die körperliche Gesundheit, nur eben für die Gefühle und den Kopf. Man kann sich krank fühlen im Körper, aber man kann sich auch im Inneren nicht wohlfühlen, zum Beispiel durch Sorgen, Traurigkeit oder Stress. Mentale Gesundheit heißt, dass man mit solchen Gefühlen gut umgehen kann und sich insgesamt ausgeglichen und zufrieden fühlt. Genau wie der Körper braucht auch die Seele Pflege, Ruhe und manchmal auch Hilfe von anderen.

Mentale Gesundheit

ist die erstaunliche Fähigkeit unseres Gehirns, sich ein Leben lang zu verändern und Neues zu lernen – ganz gleich, ob man 8 oder 88 Jahre alt ist. Man kann es sich vorstellen wie einen Trampelpfad in einer Wiese: Je öfter man einen bestimmten Weg geht, desto deutlicher wird er. Genauso bilden sich im Gehirn neue Verbindungen, wenn wir etwas oft üben oder wiederholen. Das bedeutet: Man kann in jedem Alter noch dazulernen und sogar alte Gewohnheiten verändern.

Neuroplastizität

sind die Nervenzellen in unserem Gehirn und Körper, die Informationen weiterleiten – so wie kleine Kabel, die Botschaften von einem Ort zum anderen schicken. Wir haben Milliarden davon, und sie sind für alles zuständig, was wir denken, fühlen und tun. Wenn du deine Hand bewegst, an etwas denkst oder dich erinnerst, dann feuern gerade unzählige Neuronen in deinem Gehirn. Sie sind sozusagen die Bausteine unseres gesamten Denkens und Fühlens.

Neuronen

ist einfach das Eigenschaftswort zu „Neuron" und bedeutet „die Nervenzellen betreffend". Wenn man zum Beispiel von einer „neuronalen Verbindung" spricht, meint man eine Verbindung zwischen zwei Nervenzellen im Gehirn. Man könnte auch sagen: alles, was mit dem Netzwerk unserer Nervenzellen zu tun hat, ist neuronal. Es ist also eher ein Fachwort, das beschreibt, worum es geht, als ein eigenständiges Ding.

Neuronal

iwird oft das „Kuschelhormon" oder „Bindungshormon" genannt, weil es bei liebevollen Berührungen, Umarmungen oder engen Beziehungen ausgeschüttet wird. Es sorgt für ein Gefühl von Nähe, Vertrauen und Verbundenheit mit anderen Menschen. Auch beim Kontakt mit Enkelkindern, dem eigenen Haustier oder guten Freunden wird dieses Hormon freigesetzt. Es ist quasi der chemische Kleber, der uns emotional mit anderen verbindet.

Oxytocin

isind kleine Ketten aus Bausteinen, den sogenannten Aminosäuren, die im Körper viele wichtige Aufgaben übernehmen. Man kann sie sich wie kurze Wörter vorstellen, die aus einzelnen Buchstaben (den Aminosäuren) zusammengesetzt sind und dem Körper bestimmte Botschaften übermitteln. Manche Peptide steuern zum Beispiel Wachstum, Verdauung oder die Zellerneuerung. Sie sind also wichtige kleine Helfer, die im Hintergrund viele Vorgänge im Körper steuern.

Peptide

sind eine besondere Gruppe von Peptiden, die als Botenstoffe im Körper wirken und über das Blut zu verschiedenen Organen transportiert werden. Man kann sie sich wie kleine Boten vorstellen, die eine Nachricht von einem Organ zum anderen bringen, zum Beispiel „Jetzt Insulin ausschütten" oder „Jetzt wachsen". Sie steuern viele wichtige Vorgänge im Körper, von der Verdauung bis zum Wachstum. Ohne diese kleinen chemischen Botschafter würde im Körper einiges durcheinandergeraten.

Peptidhormone

ist ein langes Wort für eine einfache Idee: Unsere Gedanken und Gefühle, unser Nervensystem und unser Immunsystem (also die Körperabwehr) hängen eng zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Wenn du zum Beispiel viel Stress hast, kann dein Körper anfälliger für Erkältungen werden. Umgekehrt kann Freude oder Gelassenheit dem Körper helfen, gesund zu bleiben. Dieses Forschungsgebiet zeigt also, dass Seele und Körper keine getrennten Welten sind.

Psychoneuroimmunologie

iwird oft das „Wohlfühl-Hormon" genannt, weil es für ein Gefühl von Ausgeglichenheit, Ruhe und Zufriedenheit sorgt. Es beeinflusst auch unsere Stimmung, unseren Schlaf und sogar unseren Appetit. Ein Mangel an Serotonin wird häufig mit schlechter Laune oder Niedergeschlagenheit in Verbindung gebracht. Sonnenlicht, Bewegung und gute soziale Kontakte können dabei helfen, den Serotoninspiegel auf natürliche Weise zu erhöhen.

Serotonin

isind kleine Zellen im Gehirn, die wie ein Spiegel funktionieren. Wenn du siehst, wie jemand lächelt oder sich wehtut, werden in deinem Gehirn dieselben Bereiche aktiv, als würde es dir selbst passieren. Deshalb müssen wir manchmal auch lächeln, wenn andere lächeln, oder zusammenzucken, wenn sich jemand vor unseren Augen stößt. Diese Zellen sind ein wichtiger Grund dafür, dass wir Mitgefühl empfinden können.

Spiegelneuronen

sind die winzigen Verbindungsstellen zwischen zwei Nervenzellen, über die Informationen weitergegeben werden. Man kann sie sich wie kleine Brücken vorstellen, über die Botschaften von einer Zelle zur nächsten wandern. Jedes Mal, wenn wir etwas lernen oder üben, werden bestimmte Synapsen stärker und die Verbindung wird schneller und zuverlässiger. Je öfter man eine Fähigkeit übt, desto besser funktioniert die entsprechende Synapsen-Brücke.

Synapsen

ist quasi der Gegenspieler zum Default Mode Network DMN). Es wird aktiv, wenn wir uns konzentrieren und eine bestimmte Aufgabe erledigen, zum Beispiel beim Rechnen, Lesen oder beim Lösen eines Kreuzworträtsels. Während dieses Netzwerk arbeitet, wird das „Tagträumer-Netzwerk" leiser gestellt. Es ist wie ein Umschalter im Gehirn: entweder man ist fokussiert bei der Sache, oder die Gedanken schweifen ab.

Task-Positiv-Netzwerk (TPN)